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Die Einstiegsqualifizierung (EQJ): Chance für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz

Nicht jeder Jugendliche findet nach der allgemeinbildenden Schule gleich einen Ausbildungsplatz. Die deutsche Wirtschaft hat daher im Rahmen des „Nationalen Paktes für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland“ die sog. Einstiegsqualifizierung (EQJ) beschlossen.

Das ist ein Angebot für ausbildungswillige junge Menschen, die selbst nach den bundesweiten Nachvermittlungsaktionen keinen Ausbildungsplatz finden. Diese Jugendlichen erhalten mit der Einstiegsqualifizierung die Möglichkeit, das Berufsleben und Teile eines Ausbildungsberufes kennen zu lernen. Einstiegsqualifizierung ist keine Berufsausbildung. Sie bietet Perspektiven für eine anschließende berufliche Ausbildung und das Berufsleben.

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Bewerber
Durch die EQJ können Bewerber und Bewerberinnen gefördert werden:

  • mit aus individuellen Gründen eingeschränkten Vermittlungsperspektiven, die auch nach den bundesweiten Nachvermittlungsverfahren keinen Ausbildungsplatz haben.
  • die noch nicht in vollem Maße über die erforderliche Ausbildungsbefähigung verfügen.
  • die zu Beginn das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
  • Nicht einbezogen werden können Jugendliche, die bereits eine Ausbildung absolviert haben und jene, die in den letzten drei Jahren vor Beginn der Einstiegsqualifizierung in dem Betrieb versicherungspflichtig beschäftigt waren. Die EQJ sollte so terminiert sein, dass es spätestens bis zum 31.12. eines Jahres beginnt und mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres im darauf folgenden Jahr endet.

Betriebe
Die Einstiegsqualifizierung wird in Betrieben durchgeführt. Die Anerkennung als Ausbil­dungsbetrieb ist nicht vorgeschrieben. Auch Betriebe, die nicht alle Anforderungen an eine übliche Ausbildung erfüllen, können mitmachen. Es müssen spezielle Tätigkeitsbereiche eines Berufes vermittelt werden.

Betriebe können ihren Nachwuchs durch eine Einstiegsqualifizierung näher kennen lernen und auch etwas über dessen praktische Begabung erfahren. Auch geeignete Betriebe, die bisher noch nicht ausgebildet haben, können in die Qualifizierung einsteigen. Die Eignung ist von der Landwirtschaftskammer gegenüber der zuständigen Arbeitsagentur zu bestätigen. In dem Betrieb sollte mindestens eine einschlägig ausgebildete Fachkraft tätig sein.

Wie wird die Einstiegsqualifizierung praktisch umgesetzt?
Der Bewerber/ Die Bewerberin muss Anspruch auf EQJ-Förderung haben. Dieser wird von der örtlich zuständigen Agentur für Arbeit festgestellt.

Die Einstiegsqualifizierung wird zwischen Betrieb und Teilnehmer in einem Qualifizie­rungsvertrag geregelt. Dabei handelt es sich um ein Vertragsverhältnis nach § 26 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG). Dementsprechend kann die gesetzliche Probezeit abgekürzt werden sowie bei vorzeitiger Lösung des Vertragsverhältnisses nach Ablauf der Probezeit kein Schadensersatz verlangt werden. Die Teilnehmer sind sozialversicherungspflichtig. Eine Übernahmeverpflichtung in Ausbildung oder Beschäftigung ergibt sich aus dem Qualifizierungsvertrag grundsätzlich nicht.

Die Dauer kann zwischen 6 und 12 Monaten betragen. Sie sollte so auf den Ausbildungs­beginn hin terminiert werden, dass der Teilnehmer möglichst eine Ausbildung im An­schluss beginnen kann. Es müssen Grundlagen für den Erwerb beruflicher Handlungsfä­higkeit vermittelt werden, dazu gehören fachliche und soziale Kompetenzen.

Die Förderung beginnt nicht vor Erhalt eines Bewilligungsbescheides seitens der Arbeitsagentur. Der Arbeitgeber trägt die Kosten für die Unfallversicherung. Versicherungsträger ist der für das Unternehmen zuständige Unfallversicherer.

Am Ende der Einstiegsqualifizierung erhält der Teilnehmer ein Zeugnis des Betriebes, das dokumentiert, inwieweit der Teilnehmer die Anforderungen erfüllt hat. Die Landwirt­schaftskammer stellt zusätzlich ein Zertifikat aus.

Im Einzelfall kann die Teilnahme an einer Einstiegsqualifizierung zu einer Verkürzung der Ausbildungszeit führen. Darüber entscheidet die Landwirtschaftskammer auf Antrag des EQJ-Teilnehmers/der EQJ-Teilnehmerin.

Welche Förderung gibt es?
Der Betrieb kann bei der örtlichen Agentur für Arbeit einen schriftlichen Antrag auf Förde­rung stellen. Die hierfür erforderlichen Unterlagen erhält er bei der Landwirtschaftskammer.

Die Agentur für Arbeit erstattet dem privaten Arbeitgeber die Vergütung der Einstiegs­qualifizierung bis zu einer Höhe von 212,- €/monatlich zuzüglich eines pauschalisierten Anteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag.

Das bedeutet: Vereinbaren Arbeitgeber und Teilnehmer eine Vergütung von 212,- € pro Monat, so entstehen dem Betrieb (wenn er die Förderung erhält) keine Kosten für die Vergütung. Die Betriebe zahlen lediglich die im Betrieb entstehenden Sach- u. Personalkosten.

  • Zuständig ist die Agentur für Arbeit, in deren Bezirk der Betrieb liegt.
  • Ein Rechtsanspruch auf Leistungen besteht nicht.
  • Die Leistungen werden monatlich nachträglich ausgezahlt.
  • Der Antrag ist vor Vertragsbeginn zu stellen.
  • Es erfolgt keine Förderung einer Einstiegsqualifizierung mit Beginn vor dem 01. Oktober eines Jahres. 

Ihre schriftliche Bewerbung nebst Lebenslauf richten Sie bitte an diese Adresse


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