MediTECH Electronik GmbH - Warnke-Verfahren: Hören - Sehen - Bewegen

Training nach Warnke® (Ursachentherapie)



2. Peripheres Hören - zentrale Hörverarbeitung

Beginnen wir mit einem typischen Fall aus der Praxis, der lediglich zwecks Straffung aus mehreren Fällen zusammengefaßt wurde: Eine Mutter erscheint mit ihrem neunjährigen Sohn in der Praxis eines Kinder oder HNO-Arztes. Sie schildert die Lese-Rechtschreib-Probleme des Jungen, der in den übrigen Fächern gute Leistungen erbringt. Sie äußert ihre eigene Vermutung, daß ihr Kind vielleicht „... nicht richtig hört", weil es beispielsweise bei Diktaten im stets etwas unruhigen Klassenraum häufiger nachfragen muß und dennoch viele Fehler macht, während dies daheim beim Probediktat im ruhigen Wohnzimmer kaum vorkommt. Außerdem schildert sie auf Befragen durch den Arzt noch folgende Auffälligkeiten, die hier stark verkürzt wiedergegeben werden:

  • Der Junge reagiert oft nicht auf Ansprache und wirkt geistesabwesend.
  • Er ist geräusch-empfindlich und schon durch leise Geräusche ablenkbar.
  • Seine auditives Ortungsvermögen, sein Richtungshören, wirkt beeinträchtigt.
  • Seine Tonhöhen-Diskrimination ist nicht altersgerecht entwickelt.
  • Seine Artikulation klingt vor allem unter Belastung stark verwaschen.
  • Seine Merk-Fähigkeit entspricht nicht seiner Jahrgangsstufe.
  • Komplexere mündliche Anweisungen versteht er oft nur verzögert.

Dem aufmerksamen Arzt fällt vielleicht noch auf, daß die Sprechlautstärke der Mutter etwa 10 dB höher liegt, als es situationsgerecht erforderlich wäre. Auch die Sprechlautstärke des Kindes hat sich auf diesen Pegel eingestellt. Beim Hinausgehen des Kindes zur audiometrischen Untersuchung bemerkt der Arzt noch dessen homo-laterale Arm-Bein-Bewegungen. Auch der Muskeltonus des Kindes beim Händedruck scheint eher recht niedrig zu liegen. Die auf periphere Hörstörungen hindeutenden Angaben der Mutter werden natürlich sehr ernst genommen. Aber weder die Audiometrie, noch die Tympanographie oder die normale Messung der Stapedius-Reflexe ergeben irgendwelche Auffälligkeiten. Also kann der Arzt diese Mutter beruhigen, daß ihr Kind einwandfrei hört. Für das periphere Hören trifft das auch sicher zu. Aber dem Kind ist damit noch nicht ausreichend geholfen. Bei dieser Symptomhäufung ist eine zentrale Hörverarbeitungsstörung, die auch - vor allem durch Prof. Esser in Düsseldorf - als zentrale Fehlhörigkeit bezeichnet wird, zu vermuten.


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